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For You


Story 1

Kapitel 2

 

*aus der Sicht von Lisi*

 

„Hast du alles?“, fragte ich Emily und holte ihre kleinen Schuhe aus dem Schrank. Mit leisen Schritten tapste sie mit einem großen Rucksack am rücken zu mir und setzte ihr umwerfendes Lächeln auf. Diesen Lächeln kann wirklich niemand widerstehen. „Ja!“, strahlte sie mir entgegen und setzte sich auf ihre vier Buchstaben auf den Boden  und streckte mir ihre kleinen Füße entgegen. Schnell waren ihre Schuhe angezogen und ich half ihr wieder auf. „Papa?“, rief ich in die Küche und wartete auf eine Antwort. „Jaaa?“, kams zurück und ich hörte wie er den Geschirrspüler zu machte. „Wir sind fertig! Kommst du?“ Mit drei schnellen Schritten war er bei uns und ich öffnete die Tür und Emily trat raus. „Langsam mein Schatz sonst fällst du wieder hin.“, rief ihr mein Vater nach und eilte ihr hinterher während ich die Tür hinter uns schloss. Während ich Emily in ihren Kindersitz schnallte, öffnete mein Vater das Tor. „Sei brav heute ja?“, lächelte ich sie an und strich ihr über ihr Engelsblondes Haar. „Emily ist immer brav!“  Ich lachte auf und sah zu meinem Dad. „Also Papa wird dir dann was kochen und am Nachmittag bin ich dann wieder zu Hause und wir können dann spielen ja?“ „Spazieren!“, kreischte sie und deutete auf einen Weg der in Richtung Wald führte. „Lass uns mal unseren ersten Tag überstehen und dann sehen wir weiter ja?“, grinste ich und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn. „Wenn ich nach Hause komme, werde ich uns was kochen ja?“, sagte ich zu meinem Vater und drückte ihn kurz. „Das mach ich schon. Viel Spaß in der Schule.“, grinste er. Ich verdrehte nur die Augen und machte mich auf den Weg zur Bushaltestelle. Dort angekommen stellte ich fest das ich die Einzige war. Also setzte ich mich auf die Bank und sah mir die Umgebung an. Es war…ein Dorf. Was soll man da groß zu sagen? Es war anderes als in der Stadt. Viel ruhiger. Daran werde ich mich noch richtig gewöhnen müssen. Plötzlich kamen zwei Jugendliche auf mich zu. Ein Junge und ein Mädchen. Ich schätze beide auf mein Alter. Zuerst sah ich zum Mädchen, doch als sie meinen Blick erwiderte sah ich zu Boden. Paar Sekunden später sah ich zu dem Jungen und ich konnte mich von seinen Augen nicht losreißen. Ich hatte noch nie solche Augen gesehen. Ich sah wie das Mädchen ihm am Arm packte und sie direkt auf mich zu gingen. Sie streckte mir ihre Hand entgegen und stelle sich und ihren Partner vor. Wahrscheinlich waren sie ein Paar und wenn es so war, dann ein ziemlich süßes noch dazu. Ich reichte Hannah, wie das Mädchen hieß, ebenfalls die Hand und auch Tom reichte ich sie. „Hey…Ich bin Lisi.“ Danach war Funkstille. Ich wusste nicht worüber ich mit ihnen reden sollte und anscheinend ging es ihnen nicht anders. Als der Bus kam setzte ich mich eine Reihe hinter die Beiden und blickte gedankenverloren nach draußen und bereitete mich seelisch auf den ersten Tag vor. Mit jeder Sekunde die ich der Schule näher kam, wurde ich nervöser und mein Herz drohte rauszuspringen. Und dann war schon Zeit zum Aussteigen. Tom und Hannah verlor ich nach kurzer Zeit aus den Augen. Mist, dachte ich und konnte mir in den Hintern beißen. Die Beiden konnte ich doch um Hilfe bitten, aber nein ich bekam ja meinen Mund nicht auf. Sonst war ich doch auch nicht so. Normalerweise laberte ich einfach drauf los. Ohne Punkt und Komma. Aber das hatte sich wohl geändert. Wie einiges in meinem Leben. Ich seufzte und machte mich auf die Suche nach dem Sekretariat. Nach kurzem umsehen hab ich es auch schon gefunden und redete kurze Zeit später mit dem Direktor. Als die Schulglocke läutete, wartete ich vor dem Lehrerzimmer. „Bist du…“, fing ein etwas älterer Herr an zu reden und blickte kurz auf seinen Zettel, „Elisabeth Reitter?“ Ich lächelte schüchtern und bejahte. „Ah gut. Hallo ich bin Herr Fischer. Dein Klassenvorstand und Geschichte und Deutschlehrer.“, lächelte er und reichte mir die Hand. „Die ersten zwei Stunden haben wir eh zusammen und da können wir uns ge….“ „Nein bitte….Ich möchte das nicht.“ „Was?“, fragte er und sah mich verwirrt an. „Ich möchte mich nicht vor die ganze Klasse stellen und von mir erzählen..“ „Ach so. Nein das verlang ich ja auch gar nicht.“ „Ach so. Tut mir Leid.“; sagte ich verlegen und sah auf die Treppen die wir soeben empor stiegen. „Keine Angst. Sie werden dich nicht fressen.“ Ich nickte nur und betrat dann mit ihm den Klassenraum. Sofort wurden alle Schüler still und erhoben sich von ihren Stühlen. Oh Gott, ging es mir durch den Kopf und ich wollte am liebsten wieder kehrt machen. „Guten Morgen meine Lieben. Setzt euch bitte…“, sagte er laut und flüsterte dann mir zu. „Dort hinten ist ein freier Tisch. Setzt dich ruhig hin. Dein Sitznachbar ist leider krank, aber ich denke er hätte nicht viel dagegen wenn du dich zu ihm setzt.“ Ich sah zu dem leeren Tisch und ging mit schnelleren Schritten auf ihn zu. „Wie ihr seht haben wir eine neue Schülerin in der Klasse. Sie ist erst am Wochenende hergezogen und ich hoffe das ihr sie gut aufnehmt. Wenn sie Hilfe braucht, gebt ihr euch bitte Mühe ihr zu helfen.“ Die Hälfte der Klasse sah zu mir und ich merkte wie mir heiß wurde. Da gab es neugierige Blicke und arrogante Blicke, die vor allem von einer Gruppe Mädchen kam. Ich ignorierte diese Blicke so gut es ginge und konzentrierte mich die ganze Stunde auf den Unterricht. Im Großen und Ganzen war der Tag ziemlich okay. Einige der Schüler stellten sich vor und gaben mir Tipps. Auch die Lehrer boten mir ihre Hilfe an und ich hatte das Gefühl, das es gar nicht so schlimm war. Alle Namen konnte ich mir natürlich nicht merken, aber auf was ich am meisten neugierig war, war mein Sitznachbar. Wie lange es wohl dauern würde, bis ich ihn kennen lerne? In der großen Pause kam plötzlich ein Junge auf mich zu. „Hey!“, grinste er und setzte sich auf den freien Platz neben mir. „Hi!“, lächelte ich und konzentrierte mich auf mein Brot. „Du bist also Lisi.“ „So heiß ich ja.“ „Hmm…Tut mir leid das kein anderer Platz frei für dich ist.“ Ich sah ihn irritiert an. „Was?“, fragte ich auch gleich nach. „Ja…Du wirst schon sehen was ich meine. Spätestens dann wenn ES wieder da ist. Wir sehen uns Schätzchen.“, zwinkerte er mir zu und verschwand. Verwirrt sah ich ihn an und dann auf den leeren Stuhl neben mir. Was meinte er mit Es? Ich beschloss nicht weiter drüber nach zu denken und mich auf die letzten paar Stunden zu konzentrieren. Sobald die letzte Stunde dann um war, liefen alle schnell aus der Klasse und stürmten nach draußen in das schöne Wetter. Ich ging langsam hinter her und setzte mich wie am Vormittag schon, auf die Bank und wartete auf den Bus. Ich beobachtete die anderen und sah wie viel Spaß sie hatten. „Lisi hab ich recht?“, hörte ich plötzlich vor mir sagen und blickte auf. Vor mir stand das Blonde Mädchen vor mir das mir einer dieser arroganten Blicke zugeworfen hatte. Um genau zu seinen waren es genau vier Augenpaare die mich so ansahen. Und alles waren  sie nun vor mir. „Richtig, und du bist?“ „Ich bin Anna. Und das sind Katja, Lena und Manu.“ „Schön euch kenne…“ „Freut uns weniger. Denk bloß nicht das, nur weil du neu bist, jetzt der Liebling hier bist. Die beliebtesten der Klasse..nein…der ganzen Schule..sind wir! Und du wirst uns unseren Ruf nicht versauen, haben wir uns verstanden?“ Ich sah sie nur an und wusste, das war einer dieser Sorte von Mädchen die ich überhaupt nicht ausstehen konnte. Das kann ja noch heiter werden, dachte ich und bejahte ihre Frage freundlich. Mit einem „Gut“ verschwand sie und ich war wieder alleine. Ich seufzte und blickte nach links vor mir zwei Gesichter entgegen grinsten. Es waren Hannah und Tom die gerade wegs auf mich zu kamen.