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For You


Story 1

Kapitel 3

 

*aus der Sicht von Hannah*

 

„Hannah, meinst du nicht wir belästigen sie?“, murmelte Tom als ich ihn zu Lisi zerrte die uns freundlich anlächelte. „Ach was, wenn wirs tun wird sies schon sagen.“, zischte ich und kurz darauf standen wir vor ihr. Ich setzte mich neben sie und Tom blieb stehen. Was war nur los mit ihm? Er war ja sonst nicht so. Wenn es darum ging Mädchen anzusprechen war er immer ganz vorn dabei. „Hey ihr zwei.“, grinste sie. Wow, das klang ja schon viel besser als am Morgen. Der Unterschied fiel Tom wahrscheinlich auch auf, da der sich plötzlich entspannte. „Heeey!“, kreischte ich fast und fing zerrte Tom neben mich auf die Bank. „Na? Wie war dein Schultag?“ „Naja... Wie mans nimmt. Wie erste Schultage halt so sind.“, sagte sie wieder etwas bedrückter. „Ach, dein erster Schultag?“, fragte Tom interessiert und Lisi nickte leicht lächelnd. Dann erzählte sie uns, dass sie erst vor kurzem hierher gezogen war und sie noch niemanden hier kannte. „Sagt mal, kennt ihr vielleicht die Mädels die dort drüben stehen?“, fragte sie und zeigte auf Annaas kleine Clique. Tom rollte mit den Augen und machte Geräusche als würde er sich Übergeben. Ich musste lachen und sagte: „Klar, wer kennt die Tussis nicht. Sie denken sie haben die Macht über die Schule oder so. Halt dich am besten von denen fern.“ „Hatte ich vor,“ grinste sie „sie haben mir auch schon klar gemacht, dass ich ihnen ihren Ruf nicht zerstören sollte oder so.“ „Oh, verstehe. Naja das liegt dran dass du normal aussiehst und nicht wie eine von denen. Sonst hätten sie dir angeboten in ihre kleine Gang einzusteigen. Lena zum Beispiel kam vor wenigen Monaten auf unsere Schule und die drei haben sich sie sofort gekrallt.“ Ich erzählte noch ein bisschen von den Mädels und wie schlecht sie manche Leute auf der Schule behandelten und dann kam auch schon der Bus. Diesmal setzte sich Lisi zu uns und langsam taute auch Tom auf. Er quatschte eine Menge von der Umgebung hier und wie langweilig es doch wäre. Auf unserer Haltestelle angekommen stiegen wir aus und plauderten noch ein wenig. „Tom? Kann ich mit zu euch. Ich hab keine Lust nach Hause zu...“ „Ja klar. Bill wird sich freuen wenn du ihn gesund pflegst.“, grinste er. „Bill?“, fragte Lisi neugierig nach. „Jaaaa mein Zwilling. Er ist krank und Hannahs Lover.“ „Tooooooom!“, regte ich mich auf und schlug ihm auf den Hinterkopf. „Achso, na sagt ihm gute Besserung ja? Ich muss nach dann mal nach Hause.“, sagte Lisi und wir verabschiedeten uns. Sie musste in die gegengesetzte Richtung als wir und so schlenderten Tom und ich zu dem Haus der Zwillinge. „Hey Mum!“, rief Tom und warf seinen Rucksack in eine Ecke. Er stürmte in die Küche und mir war klar dass er auf der Suche nach etwas zu Essen war. So benahm er sich immer wenn er hungrig war. Ich spazierte in die Küche und fand dort die Mutter meiner besten Freunde auf. „Hallo Simone.“, lächelte ich und sie erwiderte es. „Hey ihr zwei. Na wie war die Schule?“ „Langweilig wie immer. Was gibt’s zu essen?“ Simone und ich rollten mit den Augen und sie stellte ihm einen Teller Nudeln mit Tomatensauce unter die Nase. „Hast du auch Hunger? Ich hab zwar jetzt nicht damit gerechnet dass du auch kommst aber dann muss Tom halt mal ein bisschen zurückstecken.“, lachte sie und wollte mir gerade eine Portion herrichten. „Ach nein danke, ich wollte nur schnell nach Bill sehen. Ist er wach?“ Simone und Tom grinsten sich an und sie nickte. Mein Herz machte einen Satz und mit schnellen Schritten stolzierte ich die Treppen hoch und zu Bills Zimmer. Ich klopfte kurz und öffnete die Tür einen Spalt. Bill saß mit seinem Handy in der Hand auf seinem Bett und schaute mich neugierig an. Als er mich sah zauberte er ein bezauberndes Lächeln auf seine Lippen und legte das Handy weg. „Ich wollte dich gerade fragen ob du noch vorbeikommen willst.“, grinste er und ich setzte mich neben ihn aufs Bett. „Warum liegst du nicht und kurierst dich aus?“, fragte ich streng. „Mir geht’s schon viel besser. Ehrlich. Hab mich über deine Nachricht gefreut.“, sagte er kleinlaut und ich wurde verlegen. Um die Situation nicht peinlich werden zu lassen erzählte ich ihm sofort von Lisi und wie sie Tom angesehen hatte und wie feindselig sie von Anna und den anderen behandelt wurde. Während ich sprach verlor ich mich in seinen Augen und musste mich konzentrieren den Faden nicht zu verlieren. Wie konnte jemand so schön sein? „Sag mal, ist alles in Ordnung?“, fragte er plötzlich. „Was?“ „Du hast einen traurigen Gesichtsausdruck. Was versteckst du vor mir?”, lächelte er leicht. Ich schauderte als ich an mein Erlebnis mit meinem Vater dachte und atmete tief durch. „Naja ich...“ „Heey Hannah wein doch nicht.“ Und schon lag ich in seinen Armen. Ich hatte gar nicht gemerkt dass ich zu weinen begonnen hatte. Schluchzend erzählte ich was passiert war. Er hörte aufmerksam zu und reichte mir zwischendurch eines von seinen Taschentüchern und seinen Tee. Als ich mich beruhigt hatte strich er sanft die letzten Tränen aus meinem Gesicht. Sein Ausdruck war jedoch stocksauer. „Ich lass dich nicht mehr nach Hause zu ihm.“, zischte er und biss die Zähne zusammen. „Das halt ich schon aus, ich bin hart im Nehmen, du kennst mich.“, lächelte ich leicht und als ich sah dass ihn das nicht gerade aufheiterte fuhr ich fort. „Und wenn du mich jetzt angesteckt hast sprech ich nie wieder mit dir.“ Daraufhin musste er grinsen und rückte ein Stück weg. „Das will ich nicht riskieren.“ Hätte ich doch bloß nichts gesagt. In dem Moment kam Tom hereingestürmt mit einem Sandwich in der Hand. „Schon mal was von Klopfen gehört?“, regte Bill sich auf und Tom zeigte ihm sein halb gekautes Essen. Ich prustete los und auch Bill konnte sich das Lachen nicht verkneifen. „Und was gehen wir heute an?“, schmatze Tom und ließ sich auf einen Stuhl fallen. „Schönes Wetter heute. Lasst uns eine Runde spazieren gehen.“, schlug ich vor. Bill schmollte kurz sah dann aber plötzlich erfreut aus. „Frische Luft tut mir bestimmt gut, wird Mum auch so sehen.“, trällerte er und sprang auf. Bevor ich reagieren konnte war er aus dem Zimmer gestürmt und wir hörten ihn die Treppen hinunterlaufen. „Schwer krank, echt. Der hätte heute ruhig in die Schule gehen können.“, regte sich Tom auf aber ich ignorierte ihn. „Ich sollte vorher nach Hause.“, sagte ich leise und erhob mich. „Meine Mutter macht sich wahrscheinlich Sorgen.“ Tom nickte und folgte mir aus dem Zimmer. In der Küche teilte ich Bill mein Vorhaben mit und trotz seinem Protest verließ ich wenige Minuten später das Haus. Wir hatten ausgemacht dass ich sie, sobald ich von zu Hause wieder weg konnte abholte und wir eine Runde im Wald drehten. Bei meinem Haus angekommen sah ich dass das Auto meiner Mutter nicht da war. Sie war also in der Arbeit. Toll, hätte ich mir das sparen können. Aber wo ich schon mal hier war wollte ich schnell etwas essen und meine Sachen ablegen. Leise öffnete ich die Haustür, konnte jedoch nicht vermeiden, dass mein Vater mich hörte. „DU! MACH MIR WAS ZU ESSEN!“, brüllte er lallend aus dem Wohnzimmer. „Ich hab keine Zeit.“, murmelte ich augenrollend und verschwand in meinem Zimmer. Wie auch nicht anders zu erwarten folgte er mir. „Was fällt dir ein? Ich bin dein Vater, für mich musst du Zeit haben.“ „Und wenn nicht? Erschlägst du mich dann? Wie einen Hund?“, gab ich zurück und schaute ihn hasserfüllt an. „Wäre auf jeden Fall eine Überlegung wert.“, murmelte er und nahm einen Schluck von seinem Bier. „Aber wenn du mir kein Mittagessen machen möchtest, kann ich natürlich nichts dagegen machen.“ Grinsend kam er auf mich zu und ich begann zu Zittern. Als er unmittelbar vor mir stand und mit seinen Hände über meinen Rücken strich bekam ich Gänsehaut. „Was willst du essen?“, fragte ich kleinlaut und ein triumphierendes Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. „Egal. Mach schnell.“, lallte er und stieß mich weg. Ohne jegliche Gedanken bereitete ich Toasts vor und stellte sie im Wohnzimmer auf das Tischchen neben die leeren Bierflaschen. Ich war so gefühlskalt und gedankenlos, dass ich nicht mal das Blut auf dem Küchenboden beachtete. Als ich endlich aus dem Haus war versuchte ich erlebtes zu vergessen und setzte mein hübschestes Lächeln auf. Die Sonne half mir dabei. Ich liebte den Frühling und all die Gefühle die entstanden wenn die Sonne schien. Es war als ob die ganze Welt aus einem tiefen Winterschlaf erwachen würde. Am Haus der Zwillinge angekommen atmete ich tief ein und betrat das Haus.