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For You


Story 1

Kapitel 4

 

*aus der Sicht von Lisi*

 

Mit einem „Tschüss bis Morgen“ und einem Lächeln im Gesicht verabschiedete ich mich von Hannah und Tom und machte mich auf den Weg nach Hause. Von der Bushaltestelle waren es gerade mal fünf Minuten die ich zu unserem Haus brauchte. „Lisiiii!“, quietschte mir Emily entgegen als sie mich durch das Tor kommen sah und lief auf mich zu. Ich ging in die Knie damit sie mich umarmen konnte und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn. „Na meine Kleine wie war der Tag im Kindergarten?“, fragte ich sie und erhob mich wieder. Sie nahm meine Hand in ihre kleine und führte mich in den Garten wo mein Vater gerade für Emily einen kleinen Sandkasten aufbaute. „Super. Tante Marie ist total nett und die anderen Kinder auch. Und wir haben ganz viel gespielt.“, strahlte sie mich an. „Das ist schön. Hey Dad!“, grinste ich und er sah mich verzweifelt an. „Kannst du mir mal helfen? Irgendwie will das nicht so funktionieren wie ich will.“ Ich lachte und legte meinen Rucksack zur Seite. Mein Vater war noch nie der große Handwerker gewesen, dafür aber der umso bessere Koch. „Lass mich mal her da.“, grinste ich und sah mir die Bauteile und die Anleitung an. Nach zehn Minuten war Emilys Sandkasten aufgebaut und mein Vater füllte ihn mit weichem Sand an. „Danke!“, seufzte er, „Was würde ich nur ohne dich tun?“ „Verzweifeln.“, antwortete ich und lachte. Er wuschelte mir durch die Haare und Emily fing an zu spielen. „Warte ich bring dir die Schaufel und das ganze andere Zeug dazu.“, sagte mein Vater und ging ins Haus. „Hat Papa gekocht?“, fragte ich meine vierjährige Schwester. „Ja er hat Pagettis gemacht!“ „Das heißt Spagetti Emily!“ „Hab ich doch gesagt!“, antwortete sie und beschäftige sich weiter mit ihrem Sand. „So hier sind deine Sachen. Lisi willst du essen gehen? Ich pass auf die Kleine auf während ich unseren Garten mal bisschen herrichte.“ „Ich hol mir schnell was und setz mich zu euch raus ja?“ „Ist gut.“ Ich nahm meinen Rucksack und ging ins Haus. Der ganze Gang war teilweise noch mit Umzugskartons überfüllt. Seufzend ging ich in die Küche und wärmte mir mein Essen auf. Danach griff ich in meinen Rucksack und schnappte mir die Deutschhefte und Bücher und ging nach draußen. Während ich aß und meine Hausaufgaben erledigte, spielte Emily im Sandkasten und mein Vater zupfte das Unkraut. Normalerweise war dies ja Arbeit einer Frau, aber mein Vater liebte es im Garten zu sein und alles Mögliche anzupflanzen. Und da durfte ihn auch keiner dazwischen funken. Nicht mal meine Mutter durfte das. Der Gedanke an meine Mutter stimmte mich traurig und ich beschloss mich abzulenken in dem ich mich auf meine Hausaufgaben konzentrierte. „Wie war dein erster Schultag eigentlich so?“, fragte mein Vater als er sich frische Blumenerde holte. „Ganz okay eigentlich. Ich hab sogar schon zwei ganz liebe Mitschüler kennen gelernt. Hannah und Tom. Sie wohnen sogar in unserer nähe glaub ich. Auf jeden Fall sind wir drei die einzigen die auf derselben Bushaltestelle warten. Sie sind total nett. Allerdings hab ich auch schon die Zicken in meiner Klasse kennen gelernt.“, erzählte ich. „Oh je. Schlimm?“ „Ach was. Ich werde mich einfach von denen fernhalten und damit hat sich die Sache erledigt.“ Mein Vater grinste. „Ist wahrscheinlich die beste Lösung. Und gibt’s auch hübsche Jungs?“ „Dad ich bin doch erst seid heute in der Schule, denkst du das erste was ich mache ist auf die Jungs gucken?“, fragte ich und zog meine Augenbrauen hoch. „Macht man das nicht normal so?“ „Blödsinn. Vielleicht gilt das für andere aber für mich nicht.“ Obwohl es da schon jemand gibt der ganz niedlich ist, fügte ich in meinen Gedanken hinzu. „Papa guck mal! Mach ich das nicht schön?“, rief Emily uns zu und wir sahen zu ihr. Still und heimlich hat sie sich zum Blumenbeet geschlichen und pflanzte die Blumen ein. Allerdings mit der Wurzelseite nach oben. „Emily nicht!?“, wurde mein Vater sofort nervös und eilte zu ihr. Ich lachte auf und klappte mein Deutschbuch zu. „Emily was hälst du davon wenn wir jetzt spazieren gehen? Ich hab die Hausaufgaben schon fertig und wir lassen Papa in Ruhe arbeiten okay?“, lächelte ich sie an und hob sie hoch. „Jaaaa!“, freute sie sich und klatschte in ihre mit Erde vollen Hände. „Gute Idee und lasst euch ruhig Zeit.“, seufzte mein Vater und rettete seine Blumen. Ich nahm Emily mit ins Haus und während sie sich ihre Hände wusch, packte ich meine Sachen weg. „So Dad wir gehen jetzt!“ „Okay aber geht nicht zu weit weg ja?“ „Jap. Bis dann!“, schrie ich zurück und nahm Emilys Hand. „Gehen wir da lang?“, fragte sie mich und zeigte auf den langen Feldweg. „Ja guck da hinten ist eine schöne große Wiese. Möchtest du paar Blumen pflücken und sie Papa mitnehmen?“ „Ja!“, lächelte sie und lief los. „Warte langsam Emily!“, rief ich ihr nach und folgte ihr schnell. Brav blieb sie stehen und ging erst dann weiter als ich neben ihr war. „Wir müssen gaaanz viele Bumen pflücken, weil dann kommen gaaaanz viele Metterlinge und Papa freut sich.“, plapperte sie los und ich lachte. Du meinst Blumen und Schmetterlinge oder?“ „Ja sag ich doch!“, antwortete sie und stemmte ihre Hände in die Hüfte. Als wir bei der Wiese angekommen waren, stürzte sie sich sofort ins hohe Gras und suchte die schönsten Blumen für unseren Vater aus. Ich folgte ihr langsam und beobachtete sie. Sie sah unserer Mutter total ähnlich. Die gleichen Augen und auch die liebe kleine Stupsnase hatte sie von ihr. Ein Glück das sie vieles noch nicht verstand. Doch irgendwann würde sie nachfragen und hoffte das, dass nicht so schnell passieren würde. „Guck mal Lisi. Ist die nicht hübsch?“, kreischte sie und hielt eine rote Blume in die Höhe. „Ja super schön Emily!“, lächelte ich und sie  pflückte weiter. Plötzlich hörte ich einen Hund bellen und jemanden schreien. „Scotty nicht!“, schrie jemand, doch da war es schon zu spät. Indem Moment indem ich mich umdrehte um nachzusehen, sprang mich ein großer schwarzer Hund an und riss mich zu Boden. „Aaah!“, schrie ich auf und wurde im ganzen Gesicht abgeschleckt. „LISI!?“, kreischte Emily und ich hörte wie sie auf mich zu lief. „Bahh. Hör auf!?“, sagte ich und versuchte  den Hund von mir zu drücken. „Scotty hör auf.“, sagte ein Junge und zog das Monster von mir. Ich stützte mich mit meinen Ellbogen ab und sah auf. „Tom!“, sagte ich verwundert. „Lisi?“, fragte er eben so verwirrt und wir sahen uns an. „Oh mein Gott tut mir leid. Normalerweise ist Scotty nicht so.“, sagte er und half mir auf. „Danke. Ach mach dir keinen Kopf. Ist schon okay.“, versicherte ich ihm und putze meine Hose ab. „Guck mal Lisi. Der ist total weich und voll lieb.“, strahlte sie und streichelte den Hund. „Sei aber vorsichtig.“ „Keine Angst er tut ihr nichts. Wer ist das?“, fragte Hannah die grad zu uns kam. „Hey Hannah!“, lächelte ich. Neben ihr ging ein Junge mit schwarzen längeren Haaren und ich fragte mich ob es Bill war. „Das ist meine kleine Schwester Emily.“ „Hallo Emily! Ich bin Hannah und das sind Tom und Bill.“ „Hallo!“, sagte sie und lächelte ihr schönstes Lächeln, „Und wer ist das Hundi?“ „Das ist Scotty!“, grinste Bill und kniete sich zu Emily. „Lisi das ist Bill mein Zwilling. Bill…Lisi!“, grinste Tom und ich reichte Bill die Hand. „Freut mich.“ „Was macht ihr hier?“, fragte Hannah und sah mich an. „Wir pflücken Bumen für Papa. Schau mal!“, sagte Emily und hielt Hannah ihren kleinen Blumenstrauß hin. „Woow der ist aber schön.“ „Ich bin noch nicht fertig. Weißt du, der muss gaaanz groß werden damit ganz viele Metterlinge kommen.“ Die drei lachten. „Du meinst Schmetterlinge oder?“, lächelte Bill und Emily nickte. „Sag ich doch.“ „Sollen wir dir helfen?“, fragte Hannah und Emily nickte freudig. „Na dann komm. Fangen wir an.“, grinste Bill und ging mit Emily und Tom Blumen pflücken. „So ein Zufall was?“, grinste Hannah mich an. „Was?“ “Na das wir auf denselben Gedanken gekommen sind und spazieren gegangen sind.” „Ach so ja!“, grinste ich. „Was hältst du davon wenn wir uns bisschen herlegen und die Jungs sich mit der kleinen beschäftigen.“ „Ist das nicht bisschen unfair?“, lachte ich. „Nö..“, sagte Hannah und setzte sich in die schöne Wiese, „..Komm dann können wir uns besser kennen lernen.“ Ich lächelte und setzte mich neben sie. Ich hoffte nur das sie nicht nach meiner Mutter fragen würde.