perfection Gratis bloggen bei
myblog.de

welcome


<3-lich willkommen auf unserer hübschen, kleinen Page! Viel Spaß beim durchstöbern (:



For You


Story 1

Kapitel 5

 

*aus der Sicht von Hannah*

 

Nachdem Lisi und ich uns hingelegt hatten und sich die Jungs mit der Kleinen beschäftigten begannen wir zu plaudern. Sie erzählte mir, dass sie mit ihrem Vater und ihrer Schwester nicht weit von hier wohnte und dass sie vorher in Österreich gelebt hatten. „Und was ist mit deiner Mutter? Wenn ich fragen darf.“, fragte ich neugierig und sah sie erwartungsvoll an. „Äh na ja... Die ist... Nicht da. Aber erzähl mal, woher kennt ihr 3 euch?“, lenkte sie ab und wich meinem Blick aus. Ich beschloss nicht weiter nachzufragen, da sie offensichtlich nicht darüber reden wollte. Konnte ich verstehen, ich war auch nicht scharf darauf mit ihr über meinen Vater zu sprechen, also beließ ich es dabei. „Puh wir kennen uns schon ewig. Die beiden sind hier aufgewachsen und meine Eltern und ich leben seit etwa 10 Jahren hier. Das war anfangs echt schlimm für mich. Aus der Stadt ins absolute Nichts.“, lächelte ich. „Das kenn ich. Geht mir genauso. Ich hab ehrlich gesagt nicht mal erwartete dass es gleichaltrige Jugendliche hier gibt.“, lächelte sie. Während wir noch Weiteres austauschten und uns sonnen ließen merkten wir gar nicht wie die Zeit verging und als uns Emily plötzlich mit einem riesengroßen Blumenstrauß in der Sonne stand und breit grinste schaute ich auf die Uhr. „Seeeht mal wie schön!“, freute sich das Mädchen und wir bewunderten die Blumen. „Wow, wir sind ja auch schon seit 2 Stunden hier.“, staunte ich und wir erhoben uns. „Müsst ihr schon nach Hause gehen?“, fragte Lisi und nahm ihre Schwester an der Hand. „Naja ich sollte wohl wieder ins Bett.“, sagte Bill. Er sah wirklich nicht gut aus. „Lass mal sehen.“, murmelte ich, ging auf ihn zu und legte meine Hand auf seine Stirn. „Du hast wohl wieder Fieber.“, sagte ich etwas enttäuscht und mir fielen seine roten Augen auf. „Mann Bill, das hast du mit Absicht gemacht. Nur um nicht in die Schule zu müssen.“, regte sich Tom auf und schlug Bill mit der Faust auf die Schulter. „Tom! Lass ihn.“, keifte ich ihn an und Lisi lachte über unsere kleine Konversation. „Ich komm noch mit zu euch.“, sagte ich als wir losgegangen waren. „Cool!“, sagte Bill etwas zu laut und wir schmunzelten. „Willst du auch mitkommen?“, fragte Tom Lisi und lächelte sie an. Sie schaute kurz ihre Schwester an, dann Tom und ich konnte sehen wie sie mit der Entscheidung kämpfte. „Würde ich liebend gern aber ich muss meine Schwester nach Hause bringen und ich glaub mein Dad braucht meine Hilfe.“ Tom seufzte leise und ich runzelte die Stirn. „Okay, aber wenn dus dir anders überlegst, ich gebe dir meine Nummer. Ruf mich an dann hol ich dich ab oder so.“, grinste ich und gab ihr meine Visitenkarte. „Danke!“, freute sie sich und steckte die Karte ein. „Emily will auch einen Zettel haben!“, schmollte Lisis Schwester und machte einen Schmollmund. Wir lachten und ich gab ihr auch eine Karte. Voller Stolz hielt sie sie in der Hand und versuchte vergebens die Zeilen zu lesen. „Okay also wir müssen da rüber. Ruf an okay?“, grinste Bill und Lisi nickte. Wir verabschiedeten uns und ich ging mit den Jungs in Richtung zu Hause. „Sie ist voll nett oder?“, strahlte Tom als wir aus Hörweite waren. Tom mochte sie anscheinend. Normalerweise dauerte es bei Tom länger bis er ein Mädchen wirklich gern hatte. Aber ich freute mich darüber, ich selbst hatte sie auch sehr gern, obwohl ich das Gefühl hatte dass sie irgendetwas traurig machte. Sie hatte da so einen Schmerz im Gesichtsaudruck, meistens sogar wenn sie lachte. Vielleicht den selben den Bill an diesem Tag in meinem Gesicht sehen konnte. Vielleicht hatte sie auch Probleme in der Familie, oder hatte jemanden verloren. Aber ich durfte da nicht zu viel hineininterpretieren wie ich es immer machte. „Worüber denkst du nach?“, fragte Bill als er bemerkte dass ich an ihrer Unterhaltung nicht teilnahm. „Ach, gar nichts.“, lächelte ich und musste feststellen dass er gar nicht gut aussah. „Mein Gott Bill wie siehst du denn aus!“, sagte ich hektisch und ging schneller. „Du musst sofort ins Bett!“ „Wie nett.“, lachte Bill. „Aber das hör ich oft.“, fügte er grinsend hinzu. Sofort blieb ich stehen und sah ihn böse an. „Du weißt, so hab ich das nicht gemeint.“, sagte ich leise und die Zwillinge lachten. „Mann Hannah, mach dir keinen Kopf, das war ein Scherz.“ „Ich finds aber nicht witzig wenn du mich mit irgendwelchen Idioten die dich schlecht behandeln vergleichst.“, murmelte ich und ging weiter. Ich wusste, dass ich überreagiert hatte, aber es machte mich manchmal ziemlich fertig, wenn meine besten Freunde von Mitschülern gedisst wurden. Plötzlich hielt neben uns ein Auto an und das Fenster wurde hinuntergekurbelt. „Hannah? Steig bitte in den Wagen, dein Vater macht sich schon Sorgen.“, sagte meine Mutter und lächelte matt. Ich rollte mit den Augen. „Als ob der sich Sorgen machen würde.“, regte sich Tom auf und Bill nickte heftig. „Sie kommt mit uns.“, sagte Bill scharf und nahm meine Hand. „Ist schon gut Jungs. Ich komm nachher vorbei Hausaufgaben machen.“, sagte ich ohne die Jungs anzusehen, löste meine Hand aus Bills und ging zur Beifahrertür. Bevor ich einstieg lächelte ich die beiden an und winkte kurz. „Bis dann. Und leg dich brav ins Bett Bill. Tom, du passt auf ihn auf.“ Dann stieg ich in den Wagen. Während wir die Straße entlang fuhren sagte niemand etwas. Meine Mutter und ich hatten eigentlich immer eine sehr gute Beziehung zu einander. Aber seit einiger Zeit schien es ihr egal zu sein wie ich von meinem Vater behandelt wurde, also hatte ich ihr nichts mehr zu sagen. „Es tut mir Leid was heute Morgen passiert ist.“, sagte sie schließlich und schaute mich kurz an. „Das bringt jetzt auch nichts mehr. Ist wenigstens der Fleck weg?“, sagte ich kalt und versuchte nicht an Cindy zu denken. Ich wollte nicht das Bild vor Augen haben, wie sie mit Scotty über die Wiese hüpfte und Schmetterlinge jagte. Und schon gar nicht wollte ich mich daran erinnern wie sie tot am Küchenboden lag. Erschlagen. Von meinem eigenen Vater. „Ja, ich hab ihn weggemacht.“ „Danke.“ Plötzlich klingelte mein Handy. Es war eine mir unbekannte Nummer und ich nahm an, dass es Lisi war.
“Hallo?“
„Hey Hannah. Lisi spricht.”
“Ja hey, dachte ich mir schon.”, sagte ich und lächelte leicht.
„Also ich könnte jetzt eine Weile weg, falls das Angebot noch steht.“
„Ähm ja. Eigentlich schon, aber ich bin gerade nicht bei den Jungs. Wenn du willst geb ich dir die Nummer und die kannst ja inzwischen hingehen und ich komm dann nach.“
„Wann gehst du denn zu ihnen?“
„Ich weiß nicht ,sobald wie möglich.“, hauchte ich und warf meiner Mutter einen bösen Blick zu.
„Achso na dann ruf mich einfach an wenn du Zeit hast. Nummer hast du ja jetzt. Und wir gehen dann gemeinsam hin, ja?“
„Ist klar. Bis dann und bestell Emily einen schönen Gruß von mir.“
„Mach ich. Bye.“
Ich steckte das Handy weg und starrte wieder aus der Windschutzscheibe. „Wer war das? Gibst du dich jetzt endlich mal mit Mädchen ab?“ „Was soll das heißen?“ „Gar nichts. Ich dachte nur... Weil du ja sonst fast nur männliche Freunde hast.“, sagte sie genervt. Ich erwiderte nichts. Was war bloß mit meiner Mutter passiert. Das war nicht meine Mutter. Sie hörte sich eher wie mein Vater an. Ich seufzte und den Rest der Fahrt sagte niemand mehr etwas. Ich fragte mich ob sie selbst bemerkte wie sehr sie sich verändert hatte. Zu Hause angekommen ging ich stur geradeaus ins Haus und in mein Zimmer. Natürlich folgte mein Vater mir und blieb in der Tür stehen. „Wo warst du? Kannst du dich nicht verabschieden wenn du aus dem Haus gehst?“ „Auf der Wiese mit Tom und Bill.“ „Was willst du bitte mit den Schwuchteln.“, sagte er und betrat den Raum. „Das sind meine Freunde, lass mich bitte in Ruhe.“ „Ich mach mir doch nur Sorgen, ich hab Angst dass du mit den falschen Leuten Umgang hast.“ „Wie bitte?!“, regte ich mich auf und sah ihn wütend an. „So gefällst du mir. Ich mags wenn du wütend bist.“, grinste er und kam näher. „Papa... bitte...“, hauchte ich als er meinen Körper berührte. Er ignorierte mich und machte weiter. Ich biss die Zähne zusammen, schloss die Augen und schaltete ab.