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For You


Story 1

Kapitel 7

 

*aus der sicht von Hannah*

 

„Hey Hannah, schön dass du noch mal vorbeischaust.“, lächelte Simone als sie die Tür öffnete. Wir umarmten uns kurz und dann schaute sie Lisi neugierig an. „Und wer ist das hübsche Mädchen das du mir da mitgebracht hast?“ „Das ist Lisi, sie hat die kleine Villa gekauft.“, lachte ich und die beiden schüttelten Hände. „Und eigentlich hab ich sie den Jungs mitgebracht.“, fügte ich grinsend hinzu. Die beiden lachten und wir betraten das Haus. „Freut mich Sie kennen zu lernen. Ich hoffe es macht Ihnen nichts aus, dass ich ohne Anmeldung mitgekommen bin.“ „Ach Gottchen, nenn mich bitte Simone. Und über Besuch von Freunden meiner Jungs freu ich mich immer. Sie sind übrigens oben in Bills Zimmer.“, lächelte sie. Wir nickten und gingen die Treppen hoch. Ich klopfte an die Tür und öffnete sie. Vorher flüsterte ich Lisi noch ins Ohr, sie solle kurz warten. „Heeey Jungs.“, strahlte ich und betrat den Raum. Die beiden begrüßten mich, ließen die Augen jedoch nicht vom TV ab. Ich rollte mit den Augen und stellte fest, dass Malcom Mittendrin lief, das war wichtiger als mich zu begrüßen. „Ich hab euch etwas mitgebracht.“ „Achja?“, murmelte Tom beiläufig. Bill schaute mich kurz stirnrunzelnd an dann aber wieder auf den Fernseher. „Was denn?“, fragte er etwas interessierter als sein Bruder. Ich grinste und holte Lisi herein. „Hey ihr zwei.“, grinste sie etwas verlegen und die Jungs starrten sie und dann mich an. Sofort war Tom auf den Beinen und grinste breit. „Mit dir haben wir jetzt nicht gerechnet, setz dich doch.“ Und Bill schaltete den TV aus. „Hättest du das nicht vorher sagen können? Ich hab nichts an außer ´ner Boxer.“, regte sich Bill auf und zog sich die Decke bis zum Kinn. Tom lachte und versuchte ihm die Decke wegzuziehen. „Ich schau dir nichts ab, keine Sorge.“, grinste Lisi und sie musste sich offensichtlich ein Lachen verkneifen. „Ich finds nur unhöflich...“, murmelte er und wir anderen rollten mit den Augen. Ich erzählte den Jungs von dem Haus in das Lisi gezogen war und wir unterhielten uns ein wenig über das schöne Grundstück. Irgendwann verlor ich den Faden, da ich in Gedanken versunken war. Warum hatte Lisi gemerkt das etwas nicht stimmte? Ich hatte mir doch alle Mühe gegeben es zu überspielen. Aber vermutlich war ich darin genauso gut wie sie. So etwas berührt fast nie die Augen. Aber normalerweise fiel so was ja immer nur Menschen auf die einen gut kannten. Ich seufzte leise und musste daran denken wie nett ihr Vater gewesen war. Was würde ich dafür geben auch so einen Papa zu haben. Er behandelte sie anscheinend wirklich gut. „Hannah? Alles in Ordnung?“, fragte Bill irgendwann und ich stellte mit entsetzen fest, dass Tom und Lisi nicht mehr im Raum waren. Ich schüttelte kurz den Kopf und Bill schmunzelte über meinen verwirrten Blick. „Das ist so unglaublich wie du immer abschalten kannst wenn du nachdenkst. Du bekommst nicht einmal mit wenn jemand den Raum verlässt.“ Ich ignorierte seinen Kommentar und fragte: „Wo sind sie denn hin?“ „In Toms Zimmer, er zeigt ihr seine Samy Deluxe Sammlung.“, rollte Bill mit den Augen. „Aber erzähl, was beschäftigt dich so?“ „Ach, nicht so wichtig.“, lächelte ich überlegte was ich sagen konnte um ihn abzulenken. „Ist es doch. Ich seh doch dass etwas nicht stimmt.“ „Bill, ich will wirklich nicht darüber sprechen.“ „Ich aber.“ Seufzend schüttelte ich den Kopf und wollte aufstehen, doch er hielt mich am Arm fest. Er nahm, wie sein Bruder am Morgen, meine Hände in seine und schaute mir mit einer solchen Kraft in die Augen, dass ich nicht einmal versuchte wegzusehen. Automatisch kamen mir die Tränen. Es war so selten, dass sich jemand so ausdrucksvoll Sorgen um mich machte. „Mann Hannah. Endlich weinst du mal, hab mich schon gefragt wie lang du es durchhältst alles so zu überspielen und in die hinein zu fressen.“ Schluchzend fiel ich ihm um den Hals und er strich mir übers Haar. „Was ist denn los? Wegen Cindy?“ „Bill... es wird immer schlimmer. Ich könnte damit leben, wenn er nur meine Haustiere töten würde. Aber was er tut ist... Meine Seele zu töten. Jedes Mal wenn er mich anfasst stirbt ein Teil von mir.“ „Wie meinst du das? Er fasst dich an?“ „Ja... Er... Er fasst mich so an, wie ein Vater seine Tochter nicht anfassen sollte.“ „Was für ein Arschloch.“, regte Bill sich auf und konnte hören wie er die Zähne zusammenbiss. „Ich bring ihn um.“ „Nein, lass das...“ Er sagte nichts mehr und auch ich hatte nichts mehr zu sagen. Eine Weile blieben wir so sitzen bis ich mich von ihm löste und ihn dankbar anlächelte. „Danke, dass du da bist.“, flüsterte ich und er wischte mir die Tränen weg. „Ist doch selbstverständlich. Ich kann gar nicht anders.“, erwiderte er und reichte mir ein Taschentuch. Für einen Moment, der mir vorkam wie eine Ewigkeit, schauten wir uns einfach in die Augen, doch die Stille wurde schnell von Toms Stimme draußen unterbrochen. Schnell putzte ich mir die Nase und versuchte meine Augen so normal wie möglich aussehen zu lassen, da wurde auch schon die Tür aufgerissen. „Yoooo, hattet ihr Spaß ohne mich? Glaub ich kaum.“, grölte er und Lisi und er kamen herein. „Unglaublichen Spaß sogar.“, grinste Bill und zwinkerte mir aufmunternd zu. „Hannah? Hast du...?“, Lisi wollte gerade etwas fragen aber sie stoppte mitten im Satz. Ich konnte im Augenwinkel sehen, wie Bill kräftig den Kopf schüttelte. „Hast du schon mal Toms Sammlung gesehen? Die ist wirklich unglaublich.“, sprach sie weiter. Mir war klar, dass sie fragen wollte ob ich geweint hatte, spielte aber mit. „Ja klar, zeigt er mir jeden zweiten Tag glaub ich.“, lachte ich und die anderen stimmten mit ein. Alle bis auf Tom, der verschränkte die Arme vor der Brust und rollte mit den Augen. „Du übertreibst.“, regte er sich auf. „Ich werd jetzt mal nach Hause gehen. Oder willst du noch Hausaufgaben machen, Tom?“, grinste ich und erhob mich. „Ja klar. Sonst noch Wünsche?“ Ich wusste, dass er keine Antwort erwartete, deswegen sagte ich auch nichts dazu. „Du willst jetzt echt schon nach Hause?“, fragte Lisi ein bisschen enttäuscht und setzte sich neben Bill aufs Bett. „Ja, ich hab bis morgen noch eine Menge zutun.“ Natürlich stimmte das nicht. Ich brauchte jetzt einfach ein wenig Zeit für mich allein. Und nachdem mein Vater heute schon bekommen hatte, was er wollte brauchte ich auch keine Angst davor zu haben nach Hause zu gehen. Ich verabschiedete mich von den Jungs und Simone und machte mich auf den Weg. Kurz vor unserem Haus sah ich den schwarzen Audi vor unserem Haus stehen und strahlte plötzlich. Schnell lief ich ins Haus. „Tim?!“, rief ich und schmiss meine Jacke auf einen Stuhl. „Hannah Kleines? Bin im Wohnzimmer.“, hörte ich meinen Bruder sagen, jedoch war sein Ton nicht halb so begeistert wie meiner. Was war los? Er besuchte uns so selten, aber wenn er da war, freute er sich immer wahnsinnig mich zu sehen. Ich nahm es ihm auch nicht übel, dass er mich allein gelassen hatte. Ich hätte dasselbe getan um von unserem Vater wegzukommen. Sein Auszug war nun schon 2 Jahre her und ich hatte mich daran gewohnt dass ich ihn kaum mehr sah. Mein Bruder war für mich immer so etwas wie ein Held gewesen und meine Mutter und ich wussten, dass aus ihm nur etwas werden konnte, wenn er von hier weg war. Mein Vater stand seiner Zukunft im Weg. Mit schnellen Schritten ging ich seiner Stimme nach und dann sah ich ihn mit unserer Mama im Wohnzimmer sitzen. Ich fiel ihm um den Hals und gab ihm anschließend ein Küsschen auf die Wange. „Na? Was zieht dich hier her.“, grinste ich ihn an. Diese Frage stellte ich ihm jedes mal und seine Antwort war jedes Mal „Du natürlich.“ Doch heute gab er mir keine Antwort. Erst als ich mich gesetzt hatte begann er zu sprechen. „Du musst mir nichts vorspielen Hannah.“ „Wie bitte?“ „Papa hat mich heute angerufen.“ „Wow, wie freundlich von ihm.“, sagte ich sarkastisch. Ich hatte keine Ahnung was los war. „Er hat mir alles erzählt...“, sagte Tim leise und sah mich enttäuscht an. „Ähm, okay.“ „Ich will dir Helfen Hannah, aber ich weiß nicht wie. Ich hätte so was nie erwartet.“ „Wovon sprichst du bitte?“ Jetzt war ich vollkommen verwirrt. „Jetzt tu nicht so. Das macht auch nicht rückgängig, dass du Cindy erschlagen hast.“ Ich riss die Augen auf. Ich musste mich verhört haben. „Wie bitte?“ „Papa hat mir erzählt wie du heute Morgen ausgerastet bist. Es wundert mich ja nicht bei diesem Vater, aber du musst auf jeden Fall etwas gegen diese Aggressionsprobleme machen.“ Ich konnte nichts sagen. Was sollte das? Ungläubig sah ich meine Mutter an, aber sie mied den Augenkontakt. „Tim. Du denkst ganz im Ernst, dass ich Cindy erschlagen habe? Wie krank ist diese Familie eigentlich?“, flüsterte ich und erneut stiegen mir Tränen in die Augen.